save me Dinslaken, Voerde und Hünxe sagen Ja!
Weltweit sind nach Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen ( UNHCR ) 40 Millionen Menschen auf der Flucht. In Ländern wie Afghanistan, dem Irak, dem Kongo oder dem Sudan ( um nur einige Beispiele zu nennen ), sind Hunderttausende geflohen. Den meisten von ihnen gelingt es nicht, ihr Heimatland zu verlassen oder sie schaffen es gerade einmal bis in die Nachbarländer. Oft bleiben sie dort für viele Jahre in überfüllten Flüchtlingslagern, ohne jede Perspektive auf Rückkehr oder einen Neuanfang.
Ein breites Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts - und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert.
Dieses Verfahren wird in der Fachsprache Resettlement ( Neuansiedlung ) genannt und bedeutet die dauerhafte Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Menschen aus Kriegsregionen durch Staaten, in denen Sicherheit herrscht.
Deutschland ist bislang noch kein Resettlementland. Doch auch die Bundesrepublik hat im Laufe ihrer Geschichte mehrfach Gruppen von Flüchtlingen aufgenommen. 1973 wurden 3000 Chilenen übernommen, die in den Gefängnissen der Pinochet Diktatur saßen und dort gefoltert wurden. Ende der 70 ziger fanden 26.000 vietnamesische „Boatpeople“ eine dauerhaft sichere Aufnahme in Deutschland.
Deswegen rufen wir dazu auf, die deutschlandweite Kampagne „ Save me – eine Stadt sagt JA“ zu unterstützen.
Wir fordern ein Ja! Zum menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Ein Ja! zum Flüchtlingsschutz und ein Ja! zu einer offenen, lebenswerten und menschlichen Stadt oder Kommune. Schließen Sie sich der Kampagne von einem Bündnis verschiedener Organisationen und Privatpersonen in Dinslaken, Voerde und Hünxe an und werden Sie Pate.
Diese Unterstützung ist vorerst symbolisch. Paten und Patinnen machen durch ihre Willensbekundung deutlich, dass Flüchtlingsschutz uns alle betrifft und ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik nötig ist.
Konkret kann das heißen, dass Sie als Patin oder Pate, einen der ankommenden Flüchtlinge willkommen heißen und ihm helfen, sich in unseren Gemeinden zurechtzufinden. Sie gehen damit keinerlei finanzielle Verpflichtungen ein. Patinnen und Paten sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Ankommenden ihren Start in der neuen Heimat vereinfachen.
Der internationale Flüchtlingsschutz ist eine Daueraufgabe, an der sich auch Deutschland zu beteiligen hat. Die rechtlichen Voraussetzungen sind dafür vorhanden und Platz für Flüchtlinge ist – vor allem in Zeiten erfolgreicher Abschottung und zurückgehender Zuzugszahlen mehr als genug vorhanden.
Resettlement kann nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein und darf auch kein Ersatz für Asylverfahren werden: nach wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, in Europa Schutz und Asyl zu suchen und zu finden.
Aber Resettlement kann Zeichen setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.
Deshalb: Save me – Dinslaken, Voerde und Hünxe sagen Ja!

